„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und Hoffnung zu geben“ Jeremia 29,11

Kennst du das in deinen Gedanken gefangen zu sein? Du traust dich nicht voranzugehen, weil du denkst du bist nicht gut genug? Du denkst du hast nichts zu sagen, weil du denkst du bist zu jung oder zu ungebildet? Du denkst schlecht über dich und kannst in deinem Leben nichts Positives sehen. Du glaubst dem mehr, was du in der Welt siehst. Du denkst du musst viel Geld haben, studiert haben oder die perfekte Mama sein, um etwas Wert zu sein. Du denkst du musst einen 90/60/90-Body haben, um gesehen zu werden.

Es gibt diesen Spruch: „Deine Gedanken bestimmen dein Leben“. Das heftige ist, an dieser Aussage ist ganz viel Wahres. Gedanken, die wir immer wieder denken, prägen sich ganz tief in unser Gehirn ein. Wir sehen die Welt, durch eine Brille unserer Gedanken. Unser Reden und Handeln passt sich immer wieder diesem Blick an. Fachleute sprechen davon, dass unser Gehirn nach Kohärenz strebt. Das heißt, dass wir immer wieder versuchen unsere Wahrnehmung mit unseren Gedanken abzugleichen. Bekannte Gedanken sind willkommen. Unbekannte haben es schwerer. Es kann z.B. vorkommen, dass wir Menschen denen wir begegnen versuchen in dieses Bild zu stecken und wir unbewusst erwarten, dass die Welt durch die selbe Brille schaut, wie wir. Gedanken, an die wir uns gewöhnt haben, bilden wie Autobahnen in unserem Kopf. Und diese gewohnten Gedanken bilden das, was wir Mindset nennen. Unser Mindset bestimmt, wie wir unser Leben bewältigen. Wenn du immer nur schlecht über dich denkst, dann wird es dir sehr schwer fallen Positives in deinem Leben zu sehen. Wenn du denkst, dass du in allem der Beste bist, wird es dir schwer fallen zu erkennen, dass es auch Dinge in deinem Leben gibt, die nicht gut laufen.

Ich gehöre zu den Menschen, die immer gedacht hat, dass ich nichts kann und nichts bin. Ich habe sehr viel schlecht über mich gedacht. Was hat das mit mir gemacht? Selbst in den Dingen, die ich wirklich gut kann, habe ich mir nichts zugetraut. In meinen Gedanken bildete sich ein minderwertiges Bild von mir selbst und dieses Bild prägte mich dahingehend, dass mir meine Gedanken immer wieder klar machten, dass so wie ich bin mich keiner wirklich mögen kann. Nicht einmal Gott. Klar vom Kopf wusste ich irgendwie, dass Gott uns Menschen so liebt, wie wir sind und dass wir uns durch ihn verändern lassen können. So richtig glauben konnte ich es jedoch nicht.

Was ist, wenn es doch noch mehr gibt? In genau so eine Situation spricht der Vers aus Jeremia 29 (siehe oben). Was für ein kraftvoller Vers! So viel Positives spricht da aus dieser Zusage, dabei ist die Situation, in die dieser Vers hineinspricht, mehr als schwierig. Jeremia wird als Prophet von Gott berufen und soll das Volk Israel zur Umkehr rufen. Sie leben nicht mehr so, wie Gott es sich vorstellt und folgen mehr dem, was die Welt ihnen zeigt. Jeremia sagt ihnen voraus, dass Gott Jerusalem zerstören wird, wenn sie nicht umkehren. Sie wollen darauf nicht hören und lieber die Welt weiter durch ihre Brille sehen. Doch Gott verliert niemals die Hoffnung. Selbst in dem Moment als Jerusalem zerstört wird schaut er sein Volk an und sagt ihnen: „Ich vergesse euch nicht! Ich habe nur gute Gedanken für euch! Ich wünsche mir Frieden für euer Leben!“

In Römer 12,2 heißt es: „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“

Ist das nicht ein positiver Zuspruch? Gott zeigt uns dort ganz klar, dass wir unser Denken nicht mal aus eigener Kraft ändern müssen, sondern dass er unser Denken verändern möchte. Sein perfekter Wille für unser Leben darf sich durch unser Denken und dann durch unser Handeln widerspiegeln. Unsere Aufgabe ist es nur unseren Blick neu auszurichten und ihn Gott zuzuwenden. Durch ihn dürfen wir lernen unsere alten, negativen Gedanken abzulegen und durch seine neuen, positiven Gedanken zu ersetzen. Hammer! Doch das ist nicht etwas, was von heute auf morgen geschieht, denn die alten Autobahnen müssen erstmal niedergerissen werden, damit neue gebaut werden können. Das ist ein Prozess in dem es immer wieder heißt sich neu auf Gott auszurichten und ihn zu suchen!